Yonimassage
Yoni-Massage: Tantramassage für Frauen
Yonimassage kurz erklärt
Die Yoni-Massage ist eine konsequent ganzheitliche Massagemethode für Frauen, bei der nicht nur der ganze Körper, sondern auch der Intimbereich achtsam massiert wird. Die tantrisch inspirierte Yoni-Massage hilft Frauen ihre eigene Sexualität intensiver kennen zu lernen, ihre Wünsche besser zu kommunizieren und kann dadurch das Liebesleben enorm bereichern. Neben ihrem orgiastischen und sexualtherapeutischen Potenzial kann die Yoni-Massage auch energetisch und spirituell wirken.
Yoni ist der Sanskrit-Begriff für den weiblichen Genitalbereich. Die Bezeichung stammt aus dem neo-tantrischen Kontext, in dem die Massage entwickelt wurde. Yoni-Massagen werden, wie alle Tantramassagen, in Deutschland erst seit wenigen Jahren für Frauen angeboten: Sich eine professionelle Intimmassage zu gönnen, hat einen großen Vorteil: Die empfangende Frau kann sich völlig auf sich selbst konzentrieren, muss nichts zurück geben und ist frei von Beziehungsaspekten. Viele Frauen haben durch die kulturell bedingte männliche Prägung unserer sexuellen Vorstellungen einen erschwerten Zugang zu ihrem eigenen sexuellen Stil. Weibliche Sexualität hat aber ein anderes Tempo, eine andere Energie als männliche. Viele Frauen ziehen sich deshalb frustriert zurück oder stürzen sich in sexuellen Aktionismus – um dabei letztendlich auch nicht zu finden, was sie suchen: eine tiefe Befriedigung auf körperlicher, emotionaler, energetischer und spiritueller Ebene. Die Yoni-Massage bringt die Frau wieder in Kontakt mit diesen Ebenen und vor allem mit sich selbst. Das bereichert auch die Partnerschaft: Denn wenn sie ihre Bedürfnisse kennt, kann sie ihrem Partner oder ihrer Partnerin mitteilen.
Yoni-Massage ist Teil einer 2-3-stündigen Tantramassage
Eingebettet in eine achtsame Ganzkörpermassage von 2 bis 3 Stunden ermöglicht die Genitalmassage über einen Zeitraum von einer halben oder ganzen Stunde der Frau, ihren Intimbereich wahrzunehmen, in sich hinein zu spüren und zu kommunizieren was ihr gut tut und was nicht. Klitoris, Schamlippen, Vagina und G-Punkt: alles wird erforscht und sanft massiert.
Orgasmustraining, Sexualtherapie, Spirituelles Erlebnis oder Erotik-Abenteuer - alles ist möglich
In der Yoni-Massage liegt ein großes orgiastisches aber auch körper- und sexualtherapeutisches Potenzial, was gerade erst entdeckt wird.Von den Masseurinnen wurden interessante Phänomene festgestellt: Es kann zu energetischen Prozessen kommen, wie man sie z.B. aus der Narbenentstörung kennt, leicht knotiges Gewebe kann sich entspannen, teilweise tauchen Erinnerungen auf, wenn bestimmte Regionen berührt werden, teilweise gehen die Erlebnisse auch in spirituelle Sphären, indem die massierte Frau Visionen hat. Vor allem kann eine solche ausgiebige Massage der weiblichen Lustzone sehr erregend sein und in einen Orgasmus münden. Insofern kann die Yoni-Massage auch als Orgasmustraining funktionieren.
Ursprung der Yoni-Massage
Zur Herkunft der heute praktizierten Yoni-Massage gibt es unterschiedliche Angaben: Eine weit verbreitete ist die, dass eine Form der Yoni-Massage in ihrer grundsätzlichen Struktur 1993 von der amerikanischen Tantrikerin, Pornokünstlerin und Autorin Annie Sprinkle und dem Sexualforscher Joseph Kramer definiert und in Deutschland und von verschiedenen Tantramasseurinnen weiter entwickelt wurde. In der Tantraszene findet man aber auch als Ursprung den Hinweis auf Margot Arnand, eine der bekanntestesten Tantrikerinnen und vielfache Buchautorin, die eine - möglicherweise leicht andere - Yoni-Massage schon 1987 in ihren Tantratrainings angewendet hat. Diese widerum beruhte wohl auf der Arbeit von Jack Painter (Posturale Integration). Genitalmassagen der Vagina gab es aber auch schon vor tausenden Jahren in der östlichen tantrischen Kultur. Wie auch immer die geschichtlichen Details sind: Diese Webseite konzentriert sich auf den Stand von heute.
Heilung und/oder Lust? Ausrichtungen der heute praktizierten Yoni-Massagen
In den letzten Jahren haben sich unterschiedliche Ausrichtungen heraus kristallisiert, manche Masseurinnen legen den Focus auf die Lust manche auf die Heilung von körperlichen und seelischen Wunden, manche sehen sich auch in der Rolle als Sexeducator und stellen sich auf individuelle Themen von Frauen oder Paaren ein . Eigentlich gehen aber alle Ausrichtungen ineinander über: Lust ist Heilung, Heilung kann lustvoll sein, eine Massage kann ein Training zu selbstbestimmter Sexualität sein, eine angeleitete Yonimassage kann für die Frau wie Sexualtherapie und bei Paaren - ob hetero- oder homosexuell - wie Paartherapie wirken. In dieser Arbeit ist es sehr wichtig, für alle auftauchenden Empfindungen offen zu sein, damit sich die Frau vollständig entspannen kann: ob in den Schmerz einer traumatischen Geburt, ob in die Vision einer Ahninnenreihe oder mitten in einen fantasischen Orgasmus. Alle Gefühle dürfen sein, wie sie sind. Grenzen können erweitert werden. Das ist Tantra.
Es fließen Erkenntnisse aus dem Yoga, dem Taoismus, der Bioenergie, der Chakrenlehre, dem Tantra und körpertherapeutischen Methoden in die Massage ein. Die Atmung ist ein wichtiges Element und bringt die Energien des Körpers ins Fließen.
Der Ablauf einer Massagesession
Zu einer guten Massage gehört immer auch ein schöner, sehr warmer Raum, sanft beleuchtet und unaufdringlich beduftet. Angenehme Entspannungsmusik unterstützt die Stimmung. Eine gute Masseurin nimtm sich immer die Zeit für ein Vorgespräch, in dem die Wünsche, Fantasien und Grenzen der Frau besprochen werden können. Zu Beginn wird der Körper der Frau mit einer etwa 1-1,5-stündigen sanften Ganzkörpermasssage (Tantramassage) aufgeweckt und angeregt. Dabei sorgen Federn, Felle und Öle für sinnliche Hautempfindungen über die Berührung hinaus. Dann setzt sich die Masseurin zwischen die Beine der Empfangenden, schafft eine Herz-Sex-Verbindung durch Massage des Kanals dazwischen und beginnt mit der Massage von Bauch, äußeren Schamlippen, inneren sowie der Klitoris. Hier wird kein Öl, sondern Gleitgel verwendet, wiel Öl die Schleiimhäute reizen kann.
Yoni-Heilmassage: Ausrichtung auf Traumaarbeit
Masseurinnen mit der Ausrichtung Yoni-Heilmassage legen den Focus stark auf die Heilung von seelischen (z. B. durch Missbrauch) oder körperlichen Traumata (z.B. durch Geburten oder Operationen). Die Massage ist als medizinische Heilmethode noch nicht anerkannt, es werden zur Zeit noch Erfahrungen gesammelt. Beispielsweise berichten manche Frauen von langfristiger Verbesserung von Menstruationsschmerzen, von Narben, die nach Massagen nicht mehr schmerzten, von Erleichertung bei wiederkehrenden Blasenentzündungen oder ähnlichem. In Frauenforschungsgruppen werden diese Phänomene zur Zeit dokumentiert. Es liegen aber noch keine greifbaren Daten vor, nur persönliche Erfahrungen, somit fällt die Yoni-Massage rein offiziell betrachtet in den Bereich von Wellnessmassagen oder erotischen Massagen. Jeder Frau, die sich mit möglichen negativen Aspekten ihrer Yoni auseinander setzen möchte, sei geraten, dass sie sehr genau hinschaut, wem sie sich anvertraut, um am Ende nicht re-traumatisiert zu sein. Nicht jede, die zu heilen glaubt, ist selbst heile genug dafür. Am besten, man baut für diese Session langsam ein Vetrauensverhältnis auf, so kann man die Arbeit der Masseurin ja erstmal durch eine nicht-intime Massage kennen lernen. Und natürlich ist jede für sich selbst verantwortlich und kann jederzeit eine Session abrechen.
Lustvolle Erfahrung
Die Venuslippen-Massage kann aber auch einfach nur eine luxuriöse Lusterfahrung sein, denn welcher Sexualpartner nimmt sich die Zeit, 45 Minuten lang nur im Außen der Yoni zu bleiben? Seine energetische Programmierung zieht ihn nach innen - für Frauen oft zu schnell. Auch bei lesbischen Paaren kann diese bewusste achtsame Berühruing das Liebesleben sehr bereichern. Die Venuslippen-Massage wird noch selten angeboten - fragen Sie danach, jede Yoni-Masseurin stellt sich sicher gerne darauf ein.

