Alleinsein

VERBUNDENHEIT IM ALLEINSEIN – Ein spiritueller Ansatz

Viele  fühlen sich auf dem Weg der Bewusstwerdung sehr allein. Besonders in unsicheren Zeiten der Veränderung. Die alten Verbindungen stimmen nicht mehr, die neuen sind noch nicht oder noch nicht in ausreichendem Maße vorhanden.

Du fühlst dich, als würdest du in der Luft hängen, ohne Orientierung und Anhaltspunkt, ohne Maßstab und ohne Bezugspunkt. Früher konntest du dich an gewissen Vorgaben im Außen orientieren, doch diese äußeren Maßstäbe stimmen nicht mehr, stimmen nicht mehr mit dem überein, was du in deinem Innersten als richtig und wahr empfindest. Sie sind leer und falsch geworden, stellen keine Orientierungshilfe mehr dar.

So gehst du diesen Weg wie auf unsicherem Boden, ohne Halteseil, ohne Bodenmarkierung, ohne Wegweiser. Und so fühlst du dich oft ziemlich allein gelassen und orientierungslos. Wohin geht es? Was ist mein nächster Schritt, magst du fragen? Und du hoffst auf die glorreiche Eingebung, hoffst darauf, dass dir von irgendwoher Zeichen und Wegweiser zugespielt werden. Und du wartest. Und du wartest vergeblich. Es kommen keine Hilfen von außen.

Wie aber kann die "Führung von innen" in diesen Zeiten daherkommen? Wie kannst du dich in all deinem Alleinsein dennoch mit deiner Quelle, deinem geistigen Zuhause verbunden fühlen und in dieser Eingebundenheit deinen Weg gehen?

 

Hier ein paar Orientierungshilfen für diese Zeit, in der alles "aus den (alten) Fugen geraten" zu sein scheint.

Wenn du deinen Fuß auf die Erde setzt, so fühle, wie dich diese Erde trägt, wie du aufrecht auf ihr stehst und wie dich die Kraft der Erde durchströmt. Diese ganz einfache Erdungsübung gibt dir das Gefühl einer sicheren Basis. Und es ist eine sichere Basis. Du bist Teil dieser Erde, die MIT DIR in diesem Übergangsprozess ist, und diese Verbundenheit verlässt dich nie. Es kann enorm stärkend für dich sein, dich mit diesem Planeten auf diese einfache Weise zu verbinden. Du gehst mit einem anderen Gefühl durch die Welt, wenn du dir dieser Verbindung bewusst bist.

Wenn du dir dieser Verbindung und Verbundenheit gewahr bist, sie IN DIR fühlst, dann strecke deine Arme nach oben, blicke in den Himmel und öffne deine Lungen. Atme die Luft um dich herum ein und wisse, dass du mit deinen Antennen in den Kosmos reichst, wisse, dass du Teil dieses unermesslichen Raumes bist, der dich umgibt und der dich verbindet mit all den unsichtbaren Reichen und Räumen jenseits deines Vorstellungsvermögens. Dehne dich aus und wisse dich geborgen in der Unendlichkeit des Raumes.

Wenn du gehst, fühle, wie du mit jedem Auftreten deines Fußes deine Verbundenheit mit Mutter Erde bekräftigst. Mit jedem Abheben deines Fußes tauchst du ein in die unendlichen Weiten des Kosmos. So ist jeder Schritt eine bewusste Verbindung mit Hier und Dort, mit den beiden Welten "Innen und Aussen", in die du eingespannt bist und die sich in dir begegnen und durchdringen.

Wisse dich auf diese Weise vollkommen gehalten und eingebettet und dennoch vollkommen frei, deine Schritte zu setzen, wohin auch immer du sie setzen möchtest.

Ja, wohin möchtest du deine Schritte setzen? Wo sich alle äußeren Bezugs- und Orientierungspunkte verabschieden, kommt die Wendung nach Innen, die Begegnung mit dir selbst auf dich zu. Wie begegnest du dir selbst? Wie betrachtest du dich? Wie beachtest und würdigst du dich? Wie hörst du auf dich? Wie siehst du dich? Wie fühlst du dich?

Gehe ganz bewusst in Kontakt mit dir selbst, gehe in einen liebevollen, achtungsvollen und würdigenden Kontakt mit dir. Spüre dich, deine Hände, deine Füße, deinen ganzen Körper, horche auf die Bedürfnisse deines Magens, deines Gaumens. Respektiere die Wünsche deiner Haut (sowohl was ihre Pflege als auch ihr Bedürfnis nach zärtlicher Zuwendung betrifft) und gehe auf die Wünsche deines inneren Kindes ein. Gehe in Kontakt mit dir und behandle dich auf eine Weise, die dir wohl tut und die dir zeigt, dass du dich schätzest und liebst. Sieh diese Beziehung mit dir als die wundervollste Liebesbeziehung in deinem Leben. Sie ist in der Tat deine allerwichtigste Beziehung. Alle anderen Beziehungen spiegeln sich darin. So fange bei DIR an. Mit dir selbst Hand in Hand kannst du deinen Weg neu beginnen. Du hast deine/n treuste/n Freund/in an der Hand.

Wohin geht die Reise? Vielleicht möchtest du nun gar keine Reise mehr unternehmen, weil du so sehr angekommen bist. Und vielleicht streift dich die Abenteuerlust und du willst dich doch aufmachen und neue Ufer erkunden. Neue GANZE MENSCHEN treffen, Weggefährten.

Erinnere dich deiner Verbundenheit mit dem Universellen Ganzen und lasse dich von deinem Herzen führen.¶Es weiß den Weg - auch in dieser Zeit der (scheinbaren) Orientierungslosigkeit.

Dies ist eine kleine spirituelle Anleitung zur Zentrierung und zur Erfahrung, dass dir nichts fehlt. Du bist ganz und alles, was du brauchst, hast du "bei der Hand", d.h. ist in Dir.

 

Was ist die Ursache menschlichen Leids? „Es gibt doch viele Ursachen“ und könnten  unzählige Gründe anführen, die zu Leid und Schmerzen führen, doch in der tiefsten Ebene ist es immer derselbe Grund:  es ist das Verlassen der Liebe, das Verlassen der Verbindung mit sich selbst, mit der eigenen Seele, dem eigenen Herzen.

So gesehen liegt der Grund für jegliches Leid in uns selbst begründet, darin, ob wir in einer herausfordernden Situation dennoch in der Verbindung mit uns selbst bleiben können oder ob wir eben die Ebene des Fühlens – und über diese Ebene sind wir mit uns selbst verbunden – verlassen und uns in einen Raum begeben, der sich unsicher und unverbunden anfühlt. Wenn die Verbindung zum Selbst durchtrennt ist, besteht wenig Grund zur Freude. Denn auch diese hängt ganz eng mit der Liebe und Verbundenheit zum eigenen Inneren, zur eigenen Seele zusammen. Wenn ich mich wieder habe, wenn ich mich wieder in die Arme schließen kann, dann ist alles gut.

Warum fallen wir aus der Verbindung zu uns selbst heraus? Warum verlassen wir uns?

In unserem Zellgedächtnis sind Dinge gespeichert, die uns einst großen Schmerz verursachten. Die Erinnerung an diese Gefühle ist noch sehr präsent, vor allem, wenn eine Parallelsituation uns an die alten Gefühle erinnert bzw. diese wieder hochbringt. Bei der Erinnerung an eine schmerzhafte Situation beginnt der Zellkörper in einer Weise zu schwingen, die dem früheren Erleben gleicht. D.h. es wird auf energetischer Ebene noch viel mehr hoch geholt als das bloße emotionale Erleben – es wird das ganze Paket aktiviert und kann dann unser gesamtes Sein überschwemmen und Verwirrung erzeugen.  Dies kann mittlerweile Wissenschaftlich belegt werden.

„Wieso reagiere ich auf diese Situation so extrem?“ fragt ihr, wenn ihr in einer Parallelsituation, die sich vielleicht harmlos anmutet, in einer Weise reagiert, die dem aktuellen Geschehen nicht angemessen erscheint. Dann passiert es ganz schnell, dass ihr aus eurem Fühlen heraus gleitet und euch in eine Ebene des Verstandes begebt, die euch vordergründig sicherer erscheint, weil ihr dann den Schmerz bzw. all die unangenehmen Gefühle nicht zu spüren braucht. Dass ihr euch damit aber von euch selbst entfernt und aus eurer wichtigsten Liebesbeziehung – der zu euch selbst – heraus begebt, ist den meisten nicht unmittelbar bewusst. Dass dieses Getrenntsein vom Selbst der eigentliche Schmerzauslöser ist – nämlich Schmerz für die Seele verursacht, ist auch nicht so bekannt. Zunächst entsteht zwar möglicherweise eine gewisse Erleichterung, dann jedoch beginnt der Verstand zu rotieren und sucht nach Gründen und Strategien für die betreffende Situation. Er kann nicht wirklich erfolgreich sein, solange die Ebene des Fühlens ausgeklammert wird. Denn über das Fühlen findest du wieder zurück zu dir.

Über die Bereitschaft Schmerz zu fühlen und dich selbst in den Arm zu nehmen, findest du zurück in deine Liebe und in deine Verbindung mit dir selbst. Vielleicht ist dies nichts Neues und du fragst, warum du dennoch immer noch Leid erfährst. Nun, die Bereitschaft zu fühlen erfordert viel Mut, und manchmal werden Vorstufen des Fühlens – wie das Wahrnehmen von Emotionen – für das Fühlen gehalten. Fühlen ist eine sehr tiefe Angelegenheit. Etwas, das wirklich eine Bereitschaft und eine Hinwendung erfordert. Es geht sozusagen nicht „im Vorbeigehen“. Es geht nur, wenn du wirklich bereit bist, dich auf dich einzulassen.

Ich möchte dich einladen, dich nun aufzumachen und dich auf die Ebene des Fühlens in dir einzulassen. Ich begleite Dich.

Stelle zunächst noch sicher, dass du nicht gestört wirst (z.B. Handy aus), womit du dich selbst um die Erfahrung bringst. Und wenn du bereit bist, setze dich „mit dir zusammen“ und beginne dich selbst wahrzunehmen.

Beginne dich liebevoll wahrzunehmen, nimm’ Abstand vom Verurteilen. Nimm dich so wahr, wie du jetzt bist, wie sich dein Körper jetzt anfühlt. Versichere dir, dass alles in Ordnung ist. Vielleicht brauchst du ein wenig Zuspruch, damit du dich überhaupt erst dir selbst öffnen und zeigen kannst.

Atme liebevoll und nimm dich selbst in den Arm. Halte dich ein wenig und singe oder summe für dich ein leises Wiegenlied. Versichere dir, dass du dich jetzt nicht im Stich lässt, dass du jetzt für dich da sein wirst und versichere dir, dass du dich dir zumuten kannst. Das ist wichtig, dass du dir deine Wahrheit zumutest!

Atme nun in dein Herz, in deinen Brustraum, atme liebevoll und achtsam. Erlaube dir Schmerz zu fühlen, erlaube dir Enge zu fühlen, erlaube dir Enttäuschtheit zu fühlen. Erlaube dir Verlassenheit und Einsamkeit zu fühlen…Und erlaube dir bei dir zu bleiben in all diesem Fühlen.

Atme weiter, wenn es dir gut tut, berühre dich und streichle dir Mut zu – den Mut weiter zu fühlen.

Bleibe bei dir, bleibe in der Verbindung mit dir, während du fühlst, was sich möglicherweise nicht angenehm anfühlt. Bleibe in all dem Druck und in der Anspannung, aber auch in der Erlösung bei dir. Vielleicht braucht es eine ganze Weile, bis du zu dem vordringst, was du so lange, so lange hinuntergedrückt hast.

Erleichtere dir mit den vernachlässigten Bereichen in dir in Berührung zu kommen indem Du ein aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhh  summst.

Indem Du ein ooooooooooooooooooooooooooooooohmmmmmm singst welches in Verbindung mit den höher schwingenden Aspekten deiner Seele steht kann es wie Balsam in deinem inneren Raum des Fühlens ausbreiten und Schmerz lindern.

Bleibe während all dessen ganz bei dir, ganz mit dir. Steh dir bei, während du diesen wunderbaren Dienst leistest.

Wisse, dass all deine höheren Aspekte rund um dich versammelt sind und dir ebenfalls beistehen und deinen Prozess liebevoll überwachen und begleiten.

Komme nun zu einem sanften Abschluss deiner Übung, indem du dir versprichst, für dich da zu sein, wann immer du in Not bist. Beende die Heilsitzung mit dir, indem du dir liebevoll die Hände auflegst und dich segnest. Du magst sie dir aufs Herz oder auf den Kopf legen, ganz nach deinem Belieben…

Atme noch einige Atemzüge lang in dein Sein, bevor du dich wieder etwas anderem zuwendest.

 

Wenn Du dann ganz bei Dir ruhst und mit dir alleine nicht mehr allein bist und dadurch bereit für Begegnungen, dann wünsche ich Dir, dass Du ganz besondere Menschen triffst. Ich wünsche Dir, dass Deine Wünsche in Erfüllung gehen (dafür musst Du aber erst Wünschen :-)

Chris